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CCEV

30. Juli 2018

Voith Composites gewinnt den Leichtbau Award 2018

VDI und Carbon Composites e.V. verleihen zum zweiten Mal gemeinsam den Leichtbau Award in Graz (Österreich)

(Düsseldorf/Augsburg, 30.07.2018) In Graz haben sich rund 100 Experten aus Industrie und Wissenschaft getroffen, um über Leichtbauaktivitäten in Deutschland und weltweit zu diskutieren. Vom 03. bis 04. Juli 2018 standen Strategien und Konzepte für die Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt des Leichtbaukongresses vom VDI und dem Kompetenznetzwerk Carbon Composites e.V. (CCeV). Die fachliche Leitung hatte erneut Heinrich Timm übernommen, langjähriger Leiter des Audi Leichtbauzentrums, heute CCeV-Vorstandsmitglied.

Spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen boten unter anderem Prof. Dr. Lutz Eckstein, RWTH Aachen, Prof. Dr. Hubert Jäger, TU Dresden und Kwangsoo Kim von Kolon aus Korea, neben Prof. Dr. Hermann Steffan von der TU Graz oder Prof. Dr. Jörg Wellnitz, FH Ingolstadt. Zahlreiche Berichte aus der Industrie zeigten neueste Leichtbaukonzepte insbesondere der OEMs.

Höhepunkt des Leichtbaukongresses war erneut die Verleihung des Leichtbau Awards. Gewinner 2018 ist die Firma Voith Composites mit dem Projekt „Hocheffiziente Großserienproduktion von CFK durch innovatives Fiber-Placement“. Voith Composites in Garching hat gemeinsam mit der Audi AG erstmals eine durchgängig digitalisierte und automatisierte Produktionslinie zur Herstellung von CFK- Strukturbauteilen in hoher Stückzahl realisiert. Dabei wurde eine CFK-Rückwand für den neuen Audi A8 mit einem innovativem Faserdirektablageverfahren, dem Voith Roving Applikator (VRA), in einer vollautomatisierten Produktion hergestellt. Um die hohen Qualitäts- und Taktzeitanforderungen zu erreichen, ist ein robustes Preforming ohne Gaps und Falten entscheidend. Für die Konzeption und Auslegung des hierbei verwendeten segmentierten Stempelumformprozesses wurde von den Partnern eigens eine hoch effiziente Methode zur Umformsimulation entwickelt. Bei der Produktion der CFK-Rückwand wurde ein optimierter Lagenaufbau mit 6-19 Carbon-Faser Schichten umgesetzt. Durch die VRA-Technologie werden Verschnitt und damit Materialkosten durch endkonturnahes Ablegen der Carbon-Fasern drastisch reduziert. Bei der Montage der metallischen Anbauteile wurde von Audi und Voith Composites eine voll automatisierte Verklebung ohne mechanische Vorbehandlung der Fügepartner CFK und Metall entwickelt und qualifiziert. Dieser neue Prozess spart Produktionszeit und Hilfswerkstoffe ein. Die innovative Ablagetechnologie des VRA ermöglicht durch diese Flexibilität auch die wirtschaftliche Herstellung von kleinen Stückzahlen – ab Losgröße Eins. Dr. Lars Herbeck, Geschäftsführer von Voith Composites GmbH & Co. KG, nahm stellvertretend für das Team den Preis entgegen.

Mitbewerber im Finale waren ein Airbus Konsortium, vertreten durch Marc Fette, mit dem Projekt „Leichtbau-Greifersystem aus Faserverbundkunststoffen für universelle Roboter- und Montageanwendungen“ sowie die MT Aerospace AG mit dem Projekt „Hybrid Technology – Formschlüssige Verbindung von Composites und Metall zur Kraftstoffübertragung – ohne Kleben oder Nieten“, das von Dr. Tobias Dickhut vorgestellt wurde.

Erneut wurden zusätzlich zum Fachprogramm Führungen angeboten, dieses Mal durch die Magna Steyr Produktion und das Virtual Verhicle Research Center in Graz. Parallel fand ein Workshop zum Thema „Simulation im Leichtbau“ statt. Diverse Fahrzeugexponate boten Leichtbauatmosphäre zum Anfassen. Ein Programmausschuss mit Vertretern von Audi, BMW, Daimler sowie Porsche, der TU Braunschweig/IWF, TU München und TU Dresden stand dem VDI bei der Umsetzung des Kongresses beratend zur Seite. Dieser wird von den VDI-Gesellschaften FVT und GME fachlich getragen.

Voith Composites gewinnt den Leichtbau Award 2018 von VDI und CCeV am 04. Juli 2018 in Graz (Österreich).

v.l.n.r. Anne Bieler-Bultmann M.A. (VDI), Dr. Lars Herbeck (Voith Composites), Prof. Dr. Hubert Jäger (CCeV) (Bildquelle: VDI Wissensforum GmbH)

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