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CCEV

21. August 2018

Ressourceneffizienz nimmt Schlüsselrolle im modernen Leichtbau ein

Unternehmen und Forschungseinrichtungen regen stärkere politische Unterstützung für Life Cycle Engineering an| Werkstoffe der Zukunft brauchen verbesserte ökologische Bewertbarkeit | Fundierte Analyse der Rohstoffgewinnung und -verbräuche notwendig

Ressourceneffizienter Leichtbau bleibt Schlüsseltechnologie

Mehr als 20 Einrichtungen und Verbände aus Wissenschaft und Wirtschaft haben sich auf ein Positionspapier zur Bedeutung des ganzheitlichen Life Cycle Engineerings (LCE) für zukünftige Leichtbaulösungen verständigt. Verfasst wurde das Papier vom Runden Tisch „Life Cycle Assessment (LCA)“ unter der Federführung der Plattform FOREL und Beteiligung der Cluster MAI Carbon, Open Hybrid LabFactory und ARENA 2036. Im Rahmen eines Besuchs des Ministerialdirigenten Dr. Herbert Zeisel, zuständig für Schlüsseltechnologien für Wachstum beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden wurde das Positionspapier an das BMBF übergeben.

Ressourceneffizienz nimmt eine wichtige Schlüsselrolle im nachhaltigen Leichtbau ein, so die Feststellung der Verfasser, zu denen sowohl OEM als auch Zulieferer, Materialhersteller und Forschungseinrichtungen gehören. Zur Fertigung leistungsfähiger Strukturbauteile sind innovative Materialien und die Entwicklung neuer Fertigungstechnologien dringend geboten. Leichtbauwerkstoffe werden dabei zunehmend in Mischbauweisen eingesetzt, was erhöhte Funktionsintegration ermöglicht und damit die Erreichbarkeit der geforderten Eigenschaften erleichtert.

Umweltfaktoren von der Wiege bis zur Bahre berücksichtigen

Unstrittig ist, dass eine verringerte Bauteilmasse unmittelbar zur Senkung des Energiebedarfs in der Nutzungsphase führt. Um eine vollständige Bilanzierung bereitzustellen, müssen jedoch die Umweltbelastungen in allen Lebensphasen des Produktes berücksichtigt werden. Demnach ist eine fundierte Analyse der Rohstoffgewinnung und der Verbräuche von der Produktion bis hin zum Recycling und Wiedereinsatz von Leichtbaustrukturen notwendig. Hierzu fehlen nach heutigem Stand jedoch noch Daten und Methodenwissen, das nur durch eine werkstoff- und prozessübergreifende Zusammenarbeit bereitgestellt werden kann.

Wirtschaft und Wissenschaft machen Handlungsbedarf deutlich

Die Verfasser des Positionspapiers regen eine stärkere politische Unterstützung des LCE an, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschlands sicherzustellen. Dies gilt für die Bewertung von Leichtbaukonzepten in der Mobilität und darüber hinaus in allen Industriebereichen, in denen bewegte Massen zentraler Bestandteil von Maschinen und Anlagen sind.

Prof. Maik Gude übergibt im Namen des Runden Tisches „Life Cycle Assessment (LCA)“ das Positionspapier an Dr. Herbert Zeisel, BMBF. Bildnachweis: Diana Wolfrum, TUD/ILK

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