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CCEV

21. Januar 2019

Minimales Flächengewicht: Erfolgreiche Prepreg-Tests von Roth Composite Machinery

Steffenberg. Für Vorversuche und Prozessentwicklungen bietet Roth Composite Machinery in Steffenberg ein Labor zur Prepreg- und Organoblech-Herstellung. Seit der Inbetriebnahme in 2017 nutzen Kunden die Laboranlage erfolgreich für Produktionstests. In aktuellen Versuchen fertigte Roth Composite Machinery Lightweight-Prepregs (besonders leichte Faserverbundhalbzeuge) mit einem Faserflächengewicht von 75 g/m².

Solche Faserverbundhalbzeuge mit vorimprägnierten, teilausgehärteten oder thermoplastischen Kunststoff-Matrizes können in späteren Arbeitsgängen zu fertigen Produkten weiterverarbeitet werden. Für den aktuellen Test mit einer Verarbeitungsgeschwindigkeit von 15 m/min verwendete Roth Composite Machinery eine 12 K Carbonfaser mit einer Feinheit von 800 tex. Als Matrix kam „Hot Melt Epoxy“ zum Einsatz und wurde mit einem Harzflächengewicht von 25 g/m² zu einem 255 mm breiten Prepreg verarbeitet. Die Versuchsanlage bietet aktuell eine Faserspreizeinheit mit einer Arbeitsbreite von bis zu 600 mm.

Zahlreiche Anwendungsfelder

Prepregs dieser Art kommen in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz. Das Steffenberger Unternehmen entwickelt Maschinen zur Herstellung von Prepregs nach individuellen Kundenanforderungen. Sie eignen sich für Anwendungen etwa in der Sport- und Freizeitindustrie, Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, im Schiffs- und Bootsbau, Hoch- und Brückenbau oder in Flugzeugstrukturen. Das Know-how von Roth Composite Machinery basiert auf über 50 Jahren Erfahrung im Bau von Prepreg-Maschinen. Rund eine Million Euro investierte der Hersteller in die Laboranlage.

Variable Testmöglichkeiten

Geschäftspartner und Rohstoffhersteller können in Zusammenarbeit mit Roth Composite Machinery Optimierungs- oder Verarbeitungstests an ihren oder neuen Matrixsystemen, Fasern und Geweben durchführen, ohne die eigene Produktion dafür zu unterbrechen. Mit der Prepreg Laboranlage bei Roth Composite Machinery lassen sich sowohl Duromere als auch thermoplastische Matrixsysteme bei bis zu 400 °C verarbeiten. Der Roth Prozess mit der Rothabow-Technologie basiert auf der Kalandriertechnik mit zwei Kalandern. Versuche mit thermoplastischen aber auch duromerischen Matrixmaterialien, mit Gelegen oder Geweben aller Fasersysteme etwa aus Carbon, Glas oder Aramid sind möglich. Das Unternehmen kann mit der Laboranlage mehrlagige Verbundwerkstoffe aus Geweben, Fasern und Folien herstellen. Ein Streusystem für die Verarbeitung von Pulver oder Granulat anstelle einer Folie ist integrierbar. Als Auftragssysteme für die Matrix stellt Roth die Kommarakel- und die Foulardmethode zur Auswahl. Der modulare Aufbau und das mobile Auftragswerk ermöglichen darüber hinaus den Einsatz alternativer, kundenspezifischer Auftragswerke. Die Roth Anlage bietet ein Spulengatter mit 80 Spulenplätzen, acht Abwicklern, drei Aufwicklern sowie eine spezielle Faserspreizung. Die modulare Bauweise und das offene Design gewährleisten eine hervorragende Bedienbarkeit. Messsysteme, etwa zur Schichtdickenmessung oder zur Oberflächeninspektion sind einfach integrierbar. Je nach Lagenschichtung und den Eigenschaften der Fasermaterialien ist die Herstellung von Prepregs in allen denkbaren Stärken möglich.

Testläufe für Beschichtungs- und Laminierprozesse

Durch ihre Konfiguration und die modulare Bauweise ermöglicht die Laboranlage zudem Testläufe für Beschichtungs- und Laminierprozesse. Roth Composite Machinery bietet die direkte und indirekte Beschichtung mittels Kommarakel, Imprägnierungen mit Foulardbetrieb und Abquetschwalzen sowie mehrlagige Laminierungen mit Vortemperierung über Flächenheizung oder Infrarotstrahlung.

Kunden und Rohstoffherstellern stehen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten mit der Laboranlage von Roth Composite Machinery offen.

 

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