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CC SCHWEIZ

02. Mai 2019

Neuer Auftrag für die RUAG: Strukturen für japanische Trägerrakete kommen aus der Schweiz

Der Raumfahrtzulieferer RUAG Space wird Komponenten für die zukünftige Trägerrakete der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA liefern. Der Vertrag wurde mit Mitsubishi Heavy Industries abgeschlossen und beinhaltet Strukturen und Nutzlastverkleidungen für die Trägerrakete H3. Die Komponenten werden in der Schweiz entwickelt und produziert.


RUAG Space hat einen Auftrag des japanischen Unternehmens Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gewonnen. Für drei Flüge der zukünftigen Trägerrakete H3 wird der Raumfahrtzulieferer Raketenstrukturen liefern, darunter auch Nutzlastverkleidungen. Diese bilden das oberste Drittel einer Trägerrakete und schützen die Nutzlast (z.B. einen Satelliten oder wie in diesem Fall einen Transporter mit Versorgung für die ISS) vor Vibrationen und Umwelteinflüssen beim Start und beim Flug durch die Erdatmosphäre. Entwickelt und produziert werden die Strukturen in der Schweiz

«Wir sind der führende Zulieferer von Nutzlastverkleidungen», sagte Peter Guggenbach, RUAG Space CEO. «Nun sind wir weltweit tätig und beliefern die Trägerraketenindustrie auf drei Kontinenten.»


Schutz während des Fluges zur ISS
H3 ist die Bezeichnung für die zukünftige japanische Trägerrakete, die zurzeit von der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA und MHI entwickelt wird. Sie wird 63 Meter hoch sein und einen Durchmesser von 5,2 Meter haben. Die Strukturen von RUAG Space sollen auf drei Versorgungsflügen zur Internationalen Raumstation ISS verwendet werden und die Nutzlast – den HTV-X Raumtransporter – beim Raketenstart und beim Flug durch die Erdatmosphäre schützen. Der HTV-X Raumtransporter trägt die Fracht für die Versorgung der ISS und ist der geplante Nachfolger des HTV Raumtransporters, welcher seit 2009 für Versorgungsflüge zur ISS im Einsatz steht. Der erste Flug des HTV-X ist für das Jahr 2021 geplant.


Hunderte Raketenstarts, hundert Prozent Erfolg
Nutzlastverkleidungen von RUAG Space waren bisher bei fast 300 Raketenstarts an Bord – mit einer Erfolgsrate von 100 Prozent. Die kleinsten dieser Nutzlastverkleidungen haben einen Durchmesser von 0,7 Metern, die grössten einen Durchmesser von 5,4 Metern. Sie alle basieren auf einem Karbonfaser-Verbundwerkstoff.

Quelle: RUAG Produktion von Nutzlastverkleidungen in Emmen

 

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