Ansprechpartnerin

  • Doris Karl

    Leitung Öffentlichkeitsarbeit & Marketing

    Carbon Composites e.V. (CCeV)

    Doris Karl

    Am Technologiezentrum 5
    86159 Augsburg

    Tel.: +49 821 – 2684 1104
    Mobil: +49 151 – 27596905
    Fax: +49 821 – 2684 1108
    doris.karl
    @carbon-composites.eu

Golf

Nur selten wählen Anfänger auf dem Grün Golfschläger aus oder mit Carbon, denn sie spielen sich vergleichsweise hart und verzeihen keine groben Fehler. Wer aber weiß, was er oder sie tut, ist mit einem Carbon-Composites-Hybrid-Golfschläger gut bedient. Bei einem Driver besteht in der Regel die Schlägerkrone aus Carbon, dadurch gewinnt die Sohle mehr Gewicht. Eine Carbonkrone in Kombination mit Schlagfläche und Sohle aus Titan zum Beispiel ist konzipiert für einen hohen Abflugwinkel (13 Grad Loft) und niedrigem Spin bei gleichzeitig mehr Länge. Es gibt aber auch präzisionsgefräste Putter aus einem einteiligen carbonhaltigen Edelstahlblock mit bester Schlagkonsistenz.
Die Eisen, insbesondere die für Damen, verfügen häufig über einen Schaft aus CFK, im Golf meist als ‚Graphit‘ bezeichnet. Allerdings blieben auch den Herren die Vorteile der flexiblen, präzisen und schockabsorbierenden Graphitschäfte nicht verborgen – eine starke Konkurrenz für die traditionellerweise von männlichen Golfern verwendeten Stahlschäfte.

Leichtathletik

Fast keine Disziplin in der Leichtathletik, die das hier noch relativ neu erprobte Verbundstoffmaterial nicht revolutioniert. Ein Wettkampfdiskus etwa wiegt ein bis zwei Kilogramm, besteht er zum Teil aus Carbon sind 85 Prozent des Gewichtes im Stahlring verlagert. Technisch ausgedrückt sorgt die vergleichsweise leichte und sehr steife innenliegende Carbonschale für hohe Peripheriemasse und ruhigen Flug. Oder anders gesagt: Der Carbondiskus dreht sich sehr gut und kann dadurch auch sehr weit geworfen werden.
Die Kombination aus Leichtigkeit und Stabiltät machen auch Speere mit Carbon-Schäften bei Sportlern sehr beliebt. In der Regel wiegt ein solcher Wettkampfspeer 600 bis 800 Gramm. Mit unterschiedlichen Spitzen, diese meist aus Stahl, und je nach beigefügter Faser in fast beliebiger Steifigkeit gibt es Speere passend für jede Gelegenheit, je nach Windrichtung, gewünschtem Härtegrad (Flex) sowie physischem und technischem Können der Werfer.
Dasselbe gilt im Prinzip für Hochsprungstäbe. Carbon-Sprungstäbe sind leicht, dünn und damit gut handhabbar bei gleichzeitig optimaler Elastizität. Damit sind sie besonders für technisch versierte Sportler die erste Wahl. Ein moderner CFK-Sprungstab misst bei einer Länge ab 3,75 Metern etwa fünf Zentimeter im Durchmesser und ist innen hohl. Die Stabhochspringerin Lisa Ryzih sprang ihre persönliche Bestleistung von 4,72 Meter 2015 in der Halle mit einem Carbon-Glasfaser-Stab.
Eine Sonderrolle kommt Carbon bei den Sprung- und Laufdisziplinen zu. Die beinbehinderten Leichtathleten Oscar Pistorius und Markus Rehm erzielten mit ihren CFK-Beinprothesen sportliche Höchstleistungen und machten so ihre Hilfs- und Sportmittel (vgl. unten) in aller Welt bekannt.

Motorsport

Dieselben Vorteile, die das außerordentlich leichte, korrosionsbeständige und quasi beliebig formbare Carbon für die Automobilindustrie so attraktiv machen, sind auch im Auto- und Motorradrennsport gefragt. In der Formel 1 zum Beispiel sind Hochleistungsbremsen aus Carbon gang und gäbe. Sie sind extrem leicht und durch ihren überdurchschnittlich hohen Reibungskoeffizienten von 0,6 besonders leistungsfähig. Ein Formel-1-Fahrzeug kann innerhalb von 90 Metern von über 300 km/h auf weniger als 100 km/h abbremsen. Für Serien-Pkw eignet sich die Technologie freilich (noch) nicht, immerhin kostet ein Satz Carbon-Bremsscheiben rund 5.000 Euro und Bremsbeläge um die 2.000 Euro.
Etwas bodenständiger geht es bei den Nascar-Rennen zu, doch auch hier ist Carbon nicht mehr wegzudenken. Erstmals traten beim Stockcar-Rennen 2013 im US-amerikanischen Daytona mehrere Hersteller mit carbonverbesserten, sprich leichteren Generation-6-Fahrzeugen an. Heute sind CFK- und Composite-Teile von Karosserie über Spoiler und diverse Abdeckungen bis zum Lenkrad oder Cooler gang und gäbe. An kritischen Stellen verhindert übrigens ein Überzug aus Kevlar das Splittern im Fall von Unfällen und sorgt so für maximale Sicherheit.
Müßig zu sagen, dass auch Motorräder im Rennsport in Sachen Carbon nicht zurückstehen. Ob Superbike oder MotoGP, für so gut wie jede Marke und jede Maschine stehen zahlreiche hochwertige Carbon-Komponenten zur Auswahl. Auspuffhitzeschilde, Kettenschutz, Kotflügel, Abdichtungen aller Art, Lampengehäuse, Airboxen oder Windschilde sind nur einige von ihnen.