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  • Doris Karl

    Leitung Öffentlichkeitsarbeit & Marketing

    Carbon Composites e.V. (CCeV)

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Boomende Anwendung

Bauwerke werden immer für eine definierte Nutzung entworfen und dementsprechend ausgelegt. Im Laufe der Lebensdauer eines Bauwerks können verschiedene Umstände wie eine Nutzungsänderung, Alterung der Baustoffe oder geänderte Normen dazu führen, dass die anfänglichen Annahmen nicht mehr zutreffen. Die Sicherheit des Bauwerks ist nicht mehr gewährleistet. Es wird eine Verstärkung oder Ertüchtigung des Bauwerks notwendig.

In der Vergangenheit wurden verschiedene Verfahren zur Tragwerk-Verstärkung entwickelt, die alle mehr oder weniger aus dem herkömmlichen Stahlbetonbau übernommen oder abgeleitet sind:

• Verstärkung mit Spritzbeton oder Ortbeton
• Verstärkung mit eingeschlitzter Bewehrung
• Verstärkung mit externen Spanngliedern oder Stahlträgern
• Verstärkung mit geklebten Laschen aus Stahl

Alle Verfahren unterliegen aber gewissen Einschränkungen. Entweder erhöhen sie das Gewicht des Bauteils deutlich, oder sie das schränken das Lichtraumprofil bei Brücken ein. Und manchmal ist der Einbau auch besonders aufwendig. Viele der Verfahren verursachen Schmutz, Lärm, Erschütterungen und schränken auf längere Zeit die Nutzung des Bauwerks ein. Seit Beginn der 80er Jahre werden neue Techniken eingesetzt: Um ein Bauwerk zu verstärken, klebt man auf die Oberfläche des Betons Lamellen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Diese CFK-Lamellen haben sich seither unter unterschiedlichsten Bedingungen bestens bewährt: Weltweit wurden damit Tausende von Objekten saniert oder für neue Aufgaben wieder ertüchtigt. CFK-Lamellen werden als korrosionsbeständige, geklebte Bewehrung für das wirtschaftliche Verstärken von Tragwerken aus Stahlbeton oder inzwischen auch bei Holz eingesetzt. CFK-Lamellen eignen sich sehr gut zur nachträglichen Verstärkung von Stahlbetontragwerken. Die Nachverstärkung von Bauwerken mit Kohlenfaserwerkstoffen bietet beträchtliche Vorteile in Wirtschaftlichkeit, Verarbeitung und Optik. Sie erhöhen die Zug-, Druck- und Biegezug-Festigkeit tragender Bauteile, wobei Konstruktionsmaße und Gewicht der Bauteile nur unwesentlich verändert werden.
Zu den aufeinander abgestimmten Verstärkungssysteme wie CFK-Lamellen zählen auch spezielle vorgespannte Biegezug-CFK-Lamellen (zur Verstärkung der Biegezugbereiche von Betonbauteilen) oder solche für die Nachverstärkung von auf Schub beanspruchten Betonkonstruktionen. Weiterhin fallen hierunter Umschnürungsbewehrungen von Druckbauteilen und solche zur seismischen Verstärkung (Duktilitätserhöhung) von Stützen.
Mit der Technik des Anklebens von CFK-Lamellen steht eine schnelle, unauffällige und wirtschaftliche Methode zur Verfügung, bestehende Tragwerke zu verstärken. Diese Technik ist mittlerweile für viele Bereiche unentbehrlich.