MAI Bildung (Leitprojekt)

Koordinator

Marietta Menner

Projektvolumen

2,13 million €

Laufzeit

01.09.2012 – 30.06.2017

Projektpartner
  • Universität Augsburg
  • Carbon Composites e.V.
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg

Bildungsoffensive Faserverbundtechnologie

Das neue Material „Carbon“ breitet sich in vielen Industriezweigen mit großer Geschwindigkeit aus. Das „schwarze Gold“ wird durch sein geringes Gewicht und seine besonderen physikalischen Eigenschaften zu einem Werkstoff, der die wirtschaftliche Zukunft entscheidend prägt. Diese Zukunft benötigt aber auch gut ausgebildete Fachkräfte in jeder Qualifikationsstufe – vom Facharbeiter bis zum promovierten Akademiker. Die Besonderheit in der Faserverbundtechnologie besteht darin, dass sich grundlegende technische Verfahren in Teilen noch in der industriellen Erprobung bzw. in Versuchsstadien befinden. Damit kann vor allem in der gewerblich-technischen Ausbildung und in der beruflichen Qualifizierung auf keinen langjährigen standardisierten Wissens- und Erfahrungsschatz zurückgegriffen werden. Damit eröffnen sich aber auch große Chancen! Vor allem kann erstmalig eine Durchgängigkeit von Bildungsmodulen entwickelt werden. Genau hier setzt die MAI Carbon Bildungsoffensive an – von Angeboten für Kinder im Deutschen Museum (Kinderreich) über eine Ausbildung zur IHK-Fachkraft, bis hin zur Etablierung eines Bachelorstudiengangs „Faserverbundtechnologie“ in angepassten Unterrichtsformen (berufsbegleitend und Vollzeit) soll eine durchgängige Bildungsstruktur in den nächsten fünf Jahren aufgebaut werden.

Im Hinblick auf den Bologna-Prozess in der Bildungslandschaft sollen erworbene Kompetenzabschlüsse einer gewissen Qualifikationsebene in der darauffolgenden Stufe angerechnet und so die Durchgängigkeit in der beruflichen Bildung beispielhaft umgesetzt werden. Aber auch in den allgemeinbildenden Schulen soll über den Ansatz des „Forschenden Lernens“ das Thema „Faserverbundtechnologie“ in die Lehrpläne der jeweiligen Schultypen integriert werden. Die akademische Ausbildung wird in einen Vollzeitstudiengang und ein berufsbegleitendes Studienangebot gegliedert. Beim berufsbegleitenden Modell wird mit einem Bildungsträger zusammengearbeitet, der die Methodik und Didaktik für diese Zielgruppe wegweisend mitentwickelt hat und für das Vollzeit-Modell sollen die Partnerhochschulen in München, Augsburg und Ingolstadt ein Angebot erarbeiten, welches das jeweilige Hochschulangebot in besonderem Maße herausstellt. Zudem kann eine Promotionsmöglichkeit mit der Technischen Universität München bzw. der Universität Augsburg angeboten werden.

All diese Teilschritte dienen perspektivisch dazu, dem Fachkräftemangel in dieser Zukunftstechnologie entgegenzuwirken und auf dem Weltmarkt konkurrenzfähige Produkte anbieten zu können.


Bildunterschrift: Filmdreh und "Tag der Talente"

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