CC OST

29. August 2016

„Quo vadis, CC Ost?“ - Ostdeutsche Faserverbund-Akteure planen für die Zukunft

Beim CC Ost-Workshop „Quo Vadis? - CC Ost 2025“ diskutierten Vertreter der Mitgliedsunternehmen über die Weiterentwicklung und den Ausbau des ostdeutschen Kompetenznetzwerkes.

Dresden. Vier Jahre nach der Gründung der Regionalabteilung CC Ost des Carbon Composites e.V. (CCeV) hat die Regionalabteilung ihre Mitglieder eingeladen, um zusammen an der Weiterentwicklung und dem Ausbau des ostdeutschen Kompetenznetzwerkes zu arbeiten.

Seit der Gründung der Regionalabteilung des CCeV im Dezember 2011 haben sich 48 Unternehmen und Forschungseinrichtungen der ostdeutschen Faserverbundlandschaft im CC Ost zusammengeschlossen. Der CC Ost-Vorstand hatte nun die Mitglieder zu einem Workshop eingeladen, um gemeinsam ein Resümee über die bisherige Arbeit zu ziehen und den Ausbau und die Weiterentwicklung des Netzwerkes entsprechend den Bedürfnissen der Mitglieder voranzutreiben. Unter dem Motto „Quo vadis, CC Ost?“ kamen im Waldbadhaus Weixdorf rund 40 Vertreter der Abteilungsmitglieder zusammen.
Zum Einstieg präsentierte Dr. Thomas Heber, Geschäftsführer von CC Ost, die Meilensteine der letzten vier Jahre seit der Gründung, ging aber auch auf aktuelle Herausforderungen ein: „Die Regionalabteilung CC Ost ist maßgeblich geprägt durch eine starke, überwiegend sächsische Forschungslandschaft. Nun gilt es noch mehr die leistungsstarken KMU im gesamten ostdeutschen Raum zu motivieren, damit das Netzwerk entsprechend seinen Zielen nachhaltig lebt.“
Prof. Dr. Jens Ridzewski, Senior Principal Engineer der IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH und Vorstandsvorsitzender des CC Ost, sowie seine Vorstandskollegen Dr. Johannes Voigtsberger (Leiter Integration Produktionsprojekte BMW i, BMW Werk Leipzig) und Marco Zichner (Geschäftsführer LS Korropol GmbH) stellten zur Weiterentwicklung des CC Ost erste in einem vorangegangenen Strategieworkshop des Vorstands erarbeitete Ansätze vor. Gleichzeitig forderten sie die Teilnehmer auf, ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen zu formulieren. „Das Netzwerk kann nur funktionieren, wenn wir wissen, warum die Mitglieder jeweils im CC Ost bzw. CCeV sind und vor allem, was wir tun können, damit es so bleibt.“ so Prof. Ridzewski, und Dr. Voigtsberger fügt hinzu: „Erst wenn alle Mitglieder miteinander vernetzt sind und jeder seine themenspezifischen Ansprechpartner persönlich kennt, ist das Netzwerk wirklich lebendig.“
Auch der Status verschiedener Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie neue Projektideen wurden gemeinsam mit den Mitgliedern diskutiert. Die Vertreter der Forschungseinrichtungen schlugen die Einrichtung eines Portals zur Suche passender Unternehmenspartner vor, um die zahlreich vorhandenen Projektideen gemeinsam umzusetzen.
Die anwesenden Unternehmensvertreter begrüßten den Vorschlag, noch enger mit der Forschung zusammen zu arbeiten, regten aber auf der anderen Seite an: „Die Ideen müssen auch zu den Unternehmen passen. Meist beschäftigen uns eher alltägliche Problemstellungen der Produktion und weniger wissenschaftliche Herausforderungen, die wir gern von Partnern gelöst hätten“, so Michael Bernegg von der Schmuhl Faserverbundtechnik GmbH. Dr. Heber ergänzte: „Projektergebnisse, die aus einer industriellen Problemstellung heraus entstehen, finden oftmals ihren Weg in die Anwendung und landen wesentlich seltener in der allseits bekannten ‚Schublade‘.“
Als Ergebnis des konstruktiven Nachmittags steht nun ein Fahrplan aus Vorschlägen und Wünschen der Netzwerkmitglieder, welchen die CC Ost-Geschäftsstelle als Basis für die erfolgreiche Weiterführung ihrer Arbeit nutzen kann. Mit dem traditionellen Sommergrillen um „Grillmeister“ Prof. Hubert Jäger, Vorstandsvorsitzender des CCeV, ließen die Teilnehmer die Veranstaltung ausklingen und nutzten den Abend als willkommenen Netzwerktreff abseits von Besprechungsräumen, wo die eine oder andere Projektidee für die Zukunft geboren wurde.